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Venen Praxis Luzern  -  Dr. med. C. Grigelat, Dr. med. S. Deyle
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Klinik St. Anna, Ärztehaus Lützelmatt (Trakt L), Lützelmattstrasse 1, 6006 Luzern
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Krampfaderleiden

Das Krampfaderleiden (Varikose) ist eine sehr häufige Erkrankung und wird daher als Volkskrankheit bezeichnet. Ursachen sind neben der Vererbung auch zusätzliche Faktoren wie beispielsweise Lebensalter, hormonelle Einflüsse (z.B. Schwangerschaft) und Übergewicht. 

Krampfadern sind nicht nur ein kosmetisches Problem! Durch den chronischen Überdruck kommt es zu Veränderungen des umgebenden Gewebes mit Schwellungen, Hautverfärbungen und Verhärtungen bis hin zum offenen Bein (Ulcus cruris). Unbehandelt führt die Varikose häufig zu Komplikationen wie z.B. Blutung aus einer Krampfader. Auch können vermeintlich harmlose Entzündungen entstehen, die jedoch zu einer tiefen Venenthrombose mit möglicher Lungenembolie führen können. Daher sollte der Venenspezialist frühzeitig aufgesucht werden, um die Beschwerden zu lindern und den Folgeschäden vorbeugen zu können.
Besenreiser
  
Besenreiser sind eine Unterform der Varikose und verursachen in der Regel keine Schmerzen, können aber ästhetisch stören. Typischerweise treten Sie an den Unterschenkeln und an der Aussenseite der Oberschenkel auf. Ohne Beteiligung des übrigen Beinvenensystems, was vor einer allfälligen Behandlung untersucht wird, werden Besenreiser vorwiegend mit der sogenannten (Mikro-) Sklerotherapie (Verödung) behandelt.

Untersuchung
  
Die Untersuchung erfolgt mittels modernster Ultraschalltechnik und beinhaltet die Beurteilung des gesamten oberflächlichen und tiefen Venensystems. Der Ultraschall ist für den Patienten schmerzlos und stellt die Art der krankhaften Veränderung des Beinvenensystems, auch in der nicht sichtbaren Ausdehnung, fest, so dass diese entsprechend behandelt werden kann. Eine gründliche Untersuchung der Beine bietet Ihnen unsere Sprechstunde. 

Behandlungsmöglichkeiten
  
Als Spezialisten mit grosser Erfahrung in sämtlichen heutzutage zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten können wir Ihnen ein individuelles Behandlungskonzept anbieten. Zum Therapiespektrum gehören neben Verödungsbehandlungen (flüssig oder mit Schaum) auch die operativen Verfahren (klassische Stripping- oder Rezidivoperation, mikrochirurgische und venenerhaltende Operationen) sowie die neuen endovenösen Verfahren (Laser, Radiofrequenz, ClariVein, Venenkleber). 

So können Sie sicher sein, dass Diagnostik, Therapie und Nachsorge in einer Hand bleiben. Häufig können auch die verschiedenen Operationsverfahren je nach Befund miteinander kombiniert werden. In der Regel schliesst sich nach jeder Behandlung eine Kompressionstherapie an.

Verödung
  
Grundsätzlich kann jede Krampfader verödet werden. Um das bestmögliche Resultat in der jeweiligen Situation zu erhalten, wird die Verödung häufig mit anderen Methoden kombiniert. 

Die Verödung erfolgt je nach Durchmesser der Vene flüssig oder mit Schaum (Gemisch zwischen Luft und Verödungsmittel). Die Krampfader wird mit einer Nadel punktiert, um das Verödungsmittel einzuspritzen. 

Die Verödung von Besenreisern mit einer hauchdünnen Nadel ist eine kosmetische Leistung und kann damit leider nicht zu Lasten der Krankenkassen abgerechnet werden. In den ersten 2-3 Wochen sind die verödeten Besenreiser durch die ablaufende Entzündung zunächst deutlicher sichtbar. Danach verblassen sie zunehmend, bis sie in der Regel nach 3-6 Monaten vollkommen verschwunden sind. Sind grössere Bereiche von Besenreisern betroffen, müssen diese in mehreren Sitzungen behandelt werden. Sie brauchen daher möglicherweise etwas Geduld, bis ein gutes kosmetisches Resultat erzielt ist! 

Selten kann es durch die Verödung zu einer anfänglichen Braunverfärbung der Haut kommen (Hyperpigmentation). Diese bildet sich in der Regel spontan wieder zurück, aber auch hier braucht es etwas Geduld. Nach einer Verödungsbehandlung sollte Sonnenlicht auf den verödeten Stellen vermieden werden, denn hierdurch kann die Braunverfärbung stärker ausfallen und auch länger anhalten. 

Operation
  
Bei der klassischen Operation werden die krankhaft veränderten Venenabschnitte unterbrochen und entfernt. Meist ist hierfür ein kleiner Leisten- oder Kniekehlenschnitt nötig. Zudem können die erweiterten sichtbaren Krampfadern (Seitenäste) über Minischnitte entfernt werden. Gleiches gilt für die „Rezidiv“-Operation, wenn bereits in der Vergangenheit Krampfadern operiert wurden.
Bei der venenerhaltenden Operation wird zur Reparatur der defekten Venenklappe die erweiterte Stammvene am Übergang in die tiefe Vene eingeengt. Eine Kunststoffhaut wird wie ein innerer Kompressionsstrumpf an der betroffenen Stelle um die Vene gelegt. So können die obersten Venenklappen im Mündungsbereich wieder schließen und verhindern hierdurch, dass das Blut in die falsche Richtung zurückfliesst.
Die Operation erfolgt meist in Narkose und unter stationären Bedingungen.

Endovenöse Verfahren
  
Im Vergleich zur klassischen Venenoperation wird die erkrankte Stammvene nicht entfernt, sondern über einen in die Vene eingeführten Katheter behandelt. Mittels Hitze oder mechanisch-chemischen Methoden wird die Wand der betroffenen Stammvene von innen verschlossen. Diese schonende Operationsmethode kann in örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt werden. Weitere Vorteile sind die reduzierte Schmerzhaftigkeit, weniger Blutergüsse, kürzere Tragezeit der Kompressionsstrümpfe und eine raschere Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit.
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Hitzeverfahren: Laser-, Radiofrequenztherapie
Durch radiale Abstrahlung der Laserenergie an der Faserspitze oder durch eine segmentale Hitzebehandlung beim Radiofrequenzverfahren wird die erkrankte Stammvene verschlossen. In gleicher Sitzung oder zu einem späteren Zeitpunkt kann ergänzend eine Behandlung der Seitenäste erfolgen.


(Mechanisch-) Chemische Verfahren: ClariVein®, VenaSealÔ
Die erkrankte Vene wird, entweder durch Rotation der Katheterspitze und gleichzeitigem Einbringen eines Verödungsmittels (ClariVein®) oder durch den über ein Kathetersystem eingebrachten Gewebekleber (VenaSealÔ), verschlossen. Diese Methoden sind besonders schonend, da nicht mit Hitze gearbeitet wird und damit keine Betäubung nötig ist.
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